Redaktion apotheken.de » Gesund leben » Ernährungsmedizin

Experten empfehlen, Beikost in Form von Breien nach den ersten 4 Lebensmonaten zu füttern.

Weitere interessante Artikel

Beikost schützt vor Allergien


Säuglinge früh an Brei gewöhnen


Aus Sorge vor späteren Allergien füttern manche Eltern ihre Kinder erst vergleichsweise spät mit Beikost – zu Unrecht, zeigt eine neue Studie. Tatsächlich schütze das frühe Einführen von Beikost sogar vor Allergien.

Das verzögerte Einführen bestimmter Lebensmittel bei Säuglingen erhöht deren Risiko, später eine Allergie gegen diese Lebensmittel zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen kanadische Forscher, die Daten zur Ernährung von mehr als 2000 Neugeborenen über die ersten 2 Lebensjahre ausgewertet haben. Demnach verdoppelte ein Verzicht auf Eier und Erdnüsse im ersten Lebensjahr das Risiko einer späteren Allergie, bei Kuhmilcheiweiß war das Risiko sogar vierfach erhöht, wenn Kinder in den ersten zwölf Monaten nicht mit der Tiermilch in Kontakt kamen.

Keine Sensibilisierung durch Nahrungsmittel

Trotz der Empfehlung von Ernährungsexperten, nach den ersten 4 Lebensmonaten mit dem Füttern von Beikost in Form von Breien zu beginnen, bleiben manche Eltern lieber bei der Muttermilch. Der Grund: Sie fürchten, dass ihr Baby durch den frühen Erstkontakt mit Nahrungsmittelallergenen eine sogenannte Sensibilisierung riskiert, aus welcher sich später eine Allergie entwickeln kann.

Sensibilisierung droht z. B. bei Tabakrauch und Katzenhaaren

„Bei einer Sensibilisierung entwickelt der Körper nach dem Erstkontakt mit einem Allergen eine spezifische Immunantwort, die bei einem erneuten Kontakt dann zu einer allergischen Reaktion führen kann. In der Folge können sich zudem Asthma, allergischer Schnupfen und Neurodermitis entwickeln“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Zu einer solchen Sensibilisierung kommt es etwa bei Tabakrauch, Schimmelpilzen und Katzenhaaren – offenbar jedoch nicht bei Nahrungsmittelallergenen.

Quelle: Kinderärzte im Netz


16.08.2017 | Von: Redaktion apotheken.de; Leonard Olberts; Bildrechte: sergign/Shutterstock


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Di
    08:00 bis 18:00
    Mi
    08:00 bis 13:00
    Do
    08:00 bis 18:00
    Fr
    08:00 bis 13:00 und 15:00 bis 18:00

notdienste

News

Insulinpumpen bei Typ-1-Diabetikern

Mehr als jeder 2. junge Patient mit Typ-1-Diabetes nutzt zur Einstellung des Blutzuckerwertes mittlerweile... mehr

Früher Pubertätsbeginn bei Kindern

Eine mögliche Ursache, dass Kinder immer früher in die Pubertät kommen, wiesen amerikanische Forscher... mehr

Malen als Gedächtnisstütze

Wortlisten merken, schwierige Definitionen begreifen – mit Stift und Zeichenpapier in der Hand kaum noch... mehr

Verdauung fängt im Kopf an

Bereits der Anblick und der Duft eines leckeren Essens geben dem Körper das Startsignal für die Produktion... mehr

Ausdauertraining verjüngt Zellen

Dass sportliche Betätigung gesund für Herz und Kreislauf ist und auch im Alter fit hält, ist unstrittig.... mehr

ApothekenApp

Die Apotheke am Krankenhaus auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "15344" und "Apotheke am Krankenhaus" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Apotheke am Krankenhaus – die Apotheke für unterwegs.