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Das Eintröpfeln von Augentropfen will geübt sein.

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Hilfe bei Bindehautentzündung


Augentropfen korrekt anwenden


Wer neben Schnupfen & Co. unter brennenden, juckenden und geröteten Augen leidet, könnte sich eine Bindehautentzündung zugezogen haben. Dann helfen Augentropfen oder -salben. Was es bei der Anwendung zu beachten gibt.

Die Bindehaut überzieht den Augapfel als feine Schleimhaut. Ist sie entzündet, zeigen sich rote Augen. Sie entstehen durch die gesteigerte Durchblutung der Bindehaut. Gleichzeitig wird die Funktion der Drüsenkörper und Tränendrüsen angeregt und das Auge tränt. Eine Bindehautentzündung kann viele Ursachen haben: Viren, Bakterien, Fremdkörper, Umweltreize oder eine Allergie. Um die geeignete Behandlung festzulegen, muss deshalb zunächst ein Augenarzt abklären, was hinter den entzündeten Augen steckt. In der Apotheke vor Ort können sich Patienten nach der Diagnose durch den Facharzt beraten lassen, was bei der Medikamentengabe am Auge zu beachten ist.

Anwendungstricks für Augentropfen

Beim Eintropfen des Arzneimittels ist es wichtig, dass das entzündete Auge nicht mit dem Dosierer oder der Salbentube in Kontakt kommt. Sonst können die Viren in die Tropfenlösung oder Salbe gelangen und das Auge bei jeder Anwendung erneut infizieren. Bemerkt der Patient bei der Gabe des Medikaments ein Brennen, kann dies auf eine Unverträglichkeit gegenüber den im Arzneimittel enthaltenen Konservierungsstoffen hinweisen. Der Betroffene sollte dann auf Einzeldosisverpackungen ausweichen, denn diese enthalten weniger oder gar keine Konservierungsstoffe. Wer sich mit der Anwendung von Augentropfen schwer tut, kann das Fläschchen mit einer Wimpernzange festhalten, das Auge mit der anderen Hand aufhalten und die Tropfen durch das Zusammendrücken mithilfe der Wimpernzange einträufeln. Eine Augentropfenhilfe verbessert die Zielgenauigkeit. Darüber hinaus gibt es in der Apotheke Augentropfen mit integriertem Dosiertropfer, die das Eintropfen erleichtern.

Augensalben auftragen: Kopf zurückneigen

Bei Augensalben wird ein 0,5 Zentimeter langer Salbenstrang in den Bindehautsack aufgetragen. Das geschieht am besten indem man mit dem Finger das Unterlid leicht hinabzieht. Der Patient sollte sich dabei in Rückenlage befinden oder den Kopf zurückneigen. Danach sollte er die Augen schließen und überschüssige Salbe mit einem fusselfreien Tuch abwischen. Direkt nach der Salbengabe kann es zu Schleiersehen kommen. Dieser verflüchtigt sich aber nach kurzer Zeit.

Zusätzlich zu den Augentropfen und -salben können sterile Augentücher, mit denen vorsichtig über die Augen gestrichen wird, das Jucken lindern.

Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen


26.01.2017 | Von: Redaktion apotheken.de; Sandra Göbel; Bildrechte: Andrey_Popov/Shutterstock


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