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Untersuchungsmethoden in der Pathologie



Die Pathologie (Krankheitslehre) beschäftigt sich mit der Untersuchung von erkrankten Körpergeweben oder dem Patienten entnommenen Zellen (Zytologie). Große Tradition hat die makroskopische Pathologie und hier insbesondere die Obduktion Verstorbener. Heute haben die mikroskopischen Verfahren jedoch die viel größere Bedeutung. Hier werden bei Operationen entnommene Organanteile, vom abgetrennten Wurmfortsatz bei der Blinddarmentzündung bis hin zum entnommenen Tumorgewebe, in Spezialflüssigkeiten fixiert, gefärbt und in ultrafeine Scheiben geschnitten, welche im Mikroskop betrachtet werden. Diese Untersuchungen sind sehr zeitaufwendig und erfordern große Sorgfalt.

Größte Verantwortung trägt die Untersuchung von diagnostischen Gewebeentnahmen (Biopsie), etwa aus der Magen- oder Darmschleimhaut oder der weiblichen Brust. Bei der mikroskopischen Analyse der Feingewebeschnitte fällt oft die Entscheidung, ob ein Tumor vorliegt und wie invasiv, d. h. bösartig, er wächst. Hiervon ist auch die weitere Therapie, etwa die Radikalität einer Operation, abhängig.

  • Bei der zytologischen Untersuchung (Zytodiagnostik) werden Einzelzellen untersucht. Sie werden gewonnen durch Feinnadelbiopsien (z. B. der Schilddrüse), durch Abstriche von Schleimhäuten (z. B. dem Rachenraum), aus Körpersekreten und Ausscheidungen wie Urin oder Speichel, aber auch aus Körperhöhlenflüssigkeiten wie dem Liquor.
  • Histologische Untersuchungen (feingewebliche Untersuchungen) ergänzen oft die Zytodiagnostik. Oft kann die zunächst durchgeführte zytologische Diagnostik z. B. das Vorhandensein krankhafter Zellen beweisen, nicht jedoch die Charakteristik oder Lokalisation eines Tumors.

Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 09.10.2018 um 16:34


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