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Ulcus molle und Lymphogranuloma inguinale



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Ulcus molle (weicher Schanker): In Mitteleuropa selten, in warmen Ländern häufiger vorkommende, „klassische“ Geschlechtskrankheit, die durch Infektion mit dem Bakterium Haemophilus Ducreyi ausgelöst wird. Charakteristisch sind ein oder mehrere rundlich-ovale, weiche Geschwüre mit ausgefransten Rändern im Geschlechtsorganbereich, die druckschmerzhaft sind und leicht bluten. Die Erkrankung wird ausschließlich durch Geschlechtsverkehr übertragen und heilt nach richtiger antibiotischer Behandlung vollständig aus.

Lymphogranuloma inguinale (Lymphogranuloma venereum, venerische Lymphknotenentzündung, Nicolas-Favre-Krankheit, Chlamydiose, vierte Geschlechtskrankheit): In Mitteleuropa sehr seltene, in Ostafrika, Lateinamerika und Ostasien häufige Geschlechtskrankheit durch Infektion mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis Typ L. Typisch sind kleine, schmerzlose Geschwüre oder Bläschen in der Geschlechtsorganregion mit strangartigen und schmerzhaften Schwellungen in der Leiste. In manchen Fällen entwickelt sich daraus ein ebenfalls nicht schmerzhaftes kleines Geschwür. Etwas später schwellen die in der Nähe gelegenen, entzündeten Lymphknoten (in der Leiste, im Dammbereich oder an der Innenseite der Beckenschaufel) massiv an.

Die Erkrankung heilt nach antibiotischer Behandlung über 2–3 Wochen vollständig aus. Ohne oder nach unzureichender Therapie kann es zu schwerwiegenden Lymphabflussstörungen im Geschlechtsorgan- und Analbereich sowie bei Frauen zur Unfruchtbarkeit kommen.

 

 


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 30.03.2016 um 17:49


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