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Ptosis



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Ptosis (hängendes Augenlid): Angeborenes oder erworbenes Herabhängen eines Oberlids oder beider Oberlider infolge einer Schädigung einzelner Lidmuskeln (myogen) oder der zugehörigen Nerven (neurogen).

Die Erkrankung

Für die Lidstellung wirken mehrere kleine Muskeln zusammen, die teils vom Sympathikus, teils vom III. Hirnnerv aktiviert werden. Entsprechend gibt es viele Ursachen für eine Ptosis:

  • Folge einer Muskelschwäche (z. B. Myasthenia gravis)
  • Zeichen einer Nervenlähmung, etwa bei einem Schlaganfall, bei einer Hirn- oder Hirnhautentzündung (Ptosis paralytica)
  • Zeichen einer Sympathikusschwäche z. B. bei einem Horner-Syndrom (Ptosis sympathica). Gleichzeitig kann man hier auf der betroffenen Seite eine kleinere Pupille und ein tiefer eingesunkenes Auge beobachten.

Das macht der Arzt

Um das Ausmaß der Ptosis zu beurteilen, wird die Lidspaltenweite mit einer Skala gemessen. Auch die Wirkung des Lidhebers wird durch die Messung der Levatorfunktion beurteilt. Um bei einer angeborenen einseitigen Ptosis zu verhindern, dass das Auge schwachsichtig wird (Gefahr einer Amblyopie), muss bereits im Säuglingsalter operiert werden, wenn das herunterhängende Lid über die Hälfte der Pupille abdeckt. Die Behandlung einer erworbenen Ptosis richtet sich nach der Ursache. Lähmungen bilden sich oft spontan zurück, so dass frühestens nach 6 Monaten operiert werden sollte. Eine Ptosisbrille mit einem kleinen Steg, der das Oberlid etwas anhebt, hilft oft bis zur Operation.

Komplementärmedizin

Je nach Ursache scheint Akupunktur in einigen Fällen die Rückbildung einer erworbenen Ptosis günstig zu beeinflussen.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. rer. nat. Katharina Munk | zuletzt geändert am 18.03.2016 um 11:21


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