gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten & Therapie » Haut, Haare und Nägel » Weitere Hauterkrankungen

Phemphigus und Pemphigoid



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Pemphigus: Sammelbegriff für verschiedene Hauterkrankungen, die mit Blasenbildung innerhalb der Oberhaut einhergehen. Die häufigste und schwerste Form ist der Pemphigus vulgaris (Blasensucht), bei der sich auf scheinbar unveränderter Haut plötzlich schlaffe Blasen mit klarem Inhalt bilden, die platzen und schmerzhafte Wunden hinterlassen. Auf noch gesunder Haut lassen sich durch seitlich schiebenden Druck neue Blasen erzeugen (Nikolski-Phänomen). Die Veränderungen befallen oft zunächst die Mundschleimhaut und dehnen sich anschließend auf den Körper aus, insbesondere auf Stellen, die Druck oder Reibung ausgesetzt sind. Bei großflächigem Befall leiden die Betroffenen häufig unter Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.

Da schwere Infektionen der Wundflächen drohen, ist in diesem Fall oft eine stationäre Behandlung erforderlich. Nach Abheilung der Blasen bleiben manchmal Hautverfärbungen zurück, jedoch keine Narben.

Pemphigoide: Sammelbegriff für verschiedene ungefährliche Hauterkrankungen, die mit Blasenbildung unterhalb der Oberhaut einhergehen. Am bedeutendsten ist das bullöse Pemphigoid, gekennzeichnet durch pralle, teilweise mit Blut gefüllte Blasen auf geröteter Haut, die meist stark jucken. Tage bis Wochen zuvor kündigt sich die Erkrankung oft durch rötliche juckende Hautflecken an. Nach Abheilen der Hautveränderungen bleiben oft Narben, dunkle Verfärbungen oder Hautgries (Milien) zurück.

Den Veränderungen sowohl bei Pemphigus als auch bei Pemphigoid liegt eine Autoimmunerkrankung zugrunde, bei der Antikörper gegen Hautbestandteile gebildet werden. Bei entsprechender Veranlagung bricht die Erkrankung entweder spontan aus oder wird ausgelöst durch virale und bakterielle Infektionen, Medikamente (NSAR, Mittel gegen Bluthochdruck, Antibiotika), intensive UV-Bestrahlung oder Krebserkrankungen.

Betroffen sind meist Menschen im mittleren und höheren Lebensalter.

Die Behandlung erfolgt durch Kortison, bei mangelnder Wirksamkeit oder bedrohlichen Verläufen auch durch immunsupprimierende Medikamente (z. B. Ciclosporin A), Zytostatika und spezielle Antikörper.

 

 


Von: gesundheit-heute.de; Dr. Ute Koch, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 13.04.2016 um 17:24


Pollenflug

Vorhersage für Brandenburg und Berlin

Pollen Mo Di
Hasel 0-1 0-1
Erle 0-1 0-1
Birke 0-1 0-1
Gräser 2 2
Roggen 0-1 0-1
Beifuß 0-1 0-1
Ambrosia 0-1 0-1

Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Di
    08:00 bis 18:00
    Mi
    08:00 bis 13:00
    Do
    08:00 bis 18:00
    Fr
    08:00 bis 13:00 und 15:00 bis 18:00

notdienste

News

Sport bei Hitze

Im Sommer zieht es viele Sportler ins Freie. Gerade bei Hitze und hoher UV-Strahlung ist es wichtig, seinen... mehr

HPV-Impfung auch für Jungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfahl auf ihrer 90. Sitzung am 5. Juni 2018 die Impfung gegen humane... mehr

HIV-Selbsttest für zu Hause

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereitet eine Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung vor. Sie... mehr

Stillen und Schmerzmittel

Die Einnahme von verschreibungsfreien Schmerzmitteln (Analgetika) hat kaum Auswirkungen auf die... mehr

Phänomen Seitenstechen

Schmerzhaftes Seitenstechen tritt meist bei Freizeitsportlern und nur unter Belastung auf. Die Gründe sind... mehr

ApothekenApp

Die Apotheke am Krankenhaus auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "15344" und "Apotheke am Krankenhaus" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Apotheke am Krankenhaus – die Apotheke für unterwegs.