gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten

Hirsutismus



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Hirsutismus: Typisch männliches Behaarungsmuster bei Frauen, das ein Symptom einer umfassenden Vermännlichung (Virilisierung) sein kann. Die vermehrte Bildung von Haaren an lokal scharf begrenzten Stellen wird als Hypertrichose bezeichnet.

Leitbeschwerden

Störender Haarwuchs an typisch männlichen Stellen, insbesondere an Kinn und Oberlippe (Damenbart) sowie an Wangen, Oberarmen, Bauch und Rücken.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn an den beschriebenen Stellen kräftige Haare wachsen und die Betroffene sich deshalb belastet fühlt.

Die Erkrankung

Ursache ist entweder eine vermehrte Bildung oder ein relatives Übergewicht männlicher Sexualhormone im weiblichen Körper oder eine zunehmende besondere Empfindlichkeit der Haarbälge auf Testosteron im höheren Lebensalter. Häufig tritt diese Konstellation im Zuge hormoneller Umstellungen auf, z. B. in der Pubertät, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren. Die Veranlagung dazu ist bei Frauen mit dunklem Haut- und Haartyp verstärkt. Kommen zum Hirsutismus weitere, typisch männliche Veränderungen dazu, etwa Absinken der Stimmlage, Umbau der Muskulatur oder Glatzenbildung, handelt es sich um eine Vermännlichung. Sie hat immer krankhafte Ursachen.

Das macht der Arzt

Der Arzt überprüft den Status der Geschlechtshormone sowie der Schilddrüsenhormone. Zusätzlich werden Ultraschall- sowie Labor- und Röntgenuntersuchungen durchgeführt, um den Auslöser zu finden und zielgerichtet behandeln zu können.

Relativ häufig führen polyzystische Ovarien zu einer verstärkten Hormonproduktion. Ebenfalls ausgeschlossen werden müssen das adrenogenitale Syndrom, Tumoren der Eierstöcke, der Nebenniere, z. B. Cushing-Syndrom und der Hirnanhangsdrüse sowie Störungen der Schilddrüsenhormone. In seltenen Fällen lösen andere hormonaktive, gut- oder bösartige Tumoren die Erkrankung aus. Nicht zuletzt führt eine längere Einnahme hoch dosierter Kortikoide als Nebenwirkung zu verstärktem Haarwuchs.

Trotz aller Untersuchungsmethoden wird in 90 % der Fälle keine Grunderkrankung gefunden. In diesen Fällen empfiehlt der Arzt die Pille, Antiandrogene oder Cremes mit dem Wirkstoff Eflornithin (Vaniqua®), die die Anzahl und Dicke der Haare an Oberlippe und Kinn verringern. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Darüber hinaus helfen nur kosmetische Maßnahmen wie regelmäßige Haarentfernung oder dauerhafte Laserenthaarung oder eine Verödung der Haarwurzeln. Eine Laserepilation eignet sich eher bei dickeren und dunkleren Körperhaaren, nicht bei den feinen Vellushaaren. Zudem ist sie wie die Verödung gerade im Gesicht nicht immer erfolgreich.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Berthold Gehrke, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 13.04.2016 um 15:07


Pollenflug

Vorhersage für Brandenburg und Berlin

Pollen Sa So Mo
Hasel 0-1 0-1 0-1
Erle 0-1 0-1 0-1
Birke 0-1 0-1 0-1
Gräser 1 1 1
Roggen 0-1 0-1 0-1
Beifuß 1-2 1-2 1-2
Ambrosia 0-1 0-1 0-1

Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Di
    08:00 bis 18:00
    Mi
    08:00 bis 13:00
    Do
    08:00 bis 18:00
    Fr
    08:00 bis 13:00 und 15:00 bis 18:00

notdienste

News

Vorsicht bei Migräne

Migräne erhöht das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Thrombosen. Zu diesem Ergebnis kamen zwei... mehr

Langes Arbeiten geht auf Gesundheit

Liegt die wöchentliche Arbeitszeit bei 45 Stunden oder mehr, ist dies bei Frauen mit einem erhöhten Risiko... mehr

Kühlen Kopf bewahren

Eine amerikanische Studie untersuchte das Denkvermögen von Studenten während einer Hitzeperiode in Boston.... mehr

Multiple-Sklerose-Risiko

Wer als junger Mensch raucht und beruflich mit Lösungsmitteln in Kontakt kommt, erkrankt deutlich häufiger... mehr

Resistente Darmbakterien

Ärzte warnen vor antibiotikaresistenten Darmkeimen, die von Fernreisenden importiert werden. Antibiotika wie... mehr

ApothekenApp

Die Apotheke am Krankenhaus auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "15344" und "Apotheke am Krankenhaus" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Apotheke am Krankenhaus – die Apotheke für unterwegs.