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Heublumensack



Heublumen sind keine Blumen, sondern die Samen vieler verschiedener Gräser und Kräuter, die auf einer Spätsommerwiese wachsen. Diese Samen lösen sich aus dem getrockneten Heu und sammeln sich auf dem Boden. Ein Heublumensack wurde früher also schnell und einfach aus dem natürlichen Vorrat vom Heuschober gefüllt!

Der Heublumensack wirkt entkrampfend, durchblutungsfördernd, aber auch beruhigend und schmerzlindernd. Wegen letzterer Wirkung werden Heublumen manchmal auch als „Kneipps Morphium“ bezeichnet – heute nimmt man an, dass der beruhigende Effekt auf die in Heublumen enthaltenen Cumarine zurückgeht.

Der Heublumensack wird bei vielen Leiden angewendet: Schlafstörungen, Nervosität, Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Magenschmerzen), Blasen- und Nierenentzündungen, schmerzhafter Periode, aber auch bei Muskelverspannungen und rheumatischen Beschwerden.

So geht’s: Ein Leinen- oder Baumwollsäckchen 5–8 cm mit Heublumen aus der Apotheke füllen und zunähen. Der Sack kann auch fertig in der Apotheke gekauft werden. Den Sack in einen Topf legen und mit kochendem Wasser übergießen. Bei zugedecktem Deckel 15 Minuten in dem heißen Wasser liegen lassen. Den Heublumensack dann gut auspressen (z. B. zwischen zwei Küchenbrettern), in ein Baumwoll- oder Leinentuch einschlagen und heiß (etwa 45 °C) auflegen.

Alternativ kann der Heublumensack auch über einem Dampfbad erhitzt werden: Einen Topf Wasser zum Kochen bringen, zwei Kochlöffel über Kreuz auf den Rand des Topfes und darauf den Heublumensack legen. Wenn er etwa 45 °C heiß ist, vom Topf nehmen, einschlagen und auflegen.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Herbert Renz-Polster | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 18:03


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